
2005 wurde eine große Vergleichsstudie, an der über 200 Kinder und Jugendliche sowie 37 Erwachsene teilnahmen, in einer renommierten Fachzeitschrift (1) veröffentlicht.
Das Studienergebnis belegt:
Diese Nachweise der Wirksamkeit und Verträglichkeit trugen entscheidend zur Zulassung der patentierten Lösung als Arzneimittel (2) in Großbritannien bei.
In allen weiteren EU-Ländern ist die Lösung in der gleichen Zusammensetzung als rezeptfreies Medizinprodukt in Apotheken erhältlich.
Bereits 2007 ist das Läusemittel aufgrund seiner Vorteile die Nr. 1 in Großbritannien, Frankreich und Dänemark (3).
(1) Burgess IF, Brown CM, Lee PN; Treatment of head louse infestation with 4% dimeticone lotion: randomised controlled equivalence trial. BMJ 2005; 330: 1423–1452)
(2) MHRA, Public Assessment Report, Hedrin 4% Cutaneous Solution (dimeticone) PL 00240/0137, 2005.
(3) IMS/IRI, units 4/2007
EtoPril enthält als Wirkstoff 4 % Dimeticon, das aufgrund seiner speziellen Eigenschaften gegen Kopfläuse besonders wirksam ist.
Der einzige weitere Bestandteil der Lösung ist Cyclomethicon, das als Wirkstoffträger dient und nach dem Auftragen von EtoPril auf das Kopfhaar allmählich verdampft.
Beide Substanzen sind Silikone, die zur Verbesserung der Konsistenz z. B. in Cremes und Lippenstiften oder zum Schutz vor hautirritierenden Stoffen (z. B. im Haushalt) verwendet werden.
EtoPril wirkt daher nicht wie die herkömmlichen insektizidhaltigen Arzneimittel auf chemischem Wege, sondern bewirkt durch einen einfachen physikalischen Vorgang ein ungiftiges Abtöten von Kopfläusen und Nissen.
Dabei lagert sich das Dimeticon nach Verflüchtigung des Cyclomethicons sowohl auf den Läusen und Nissen als auch in ihren Atmungsöffnungen ab. Hierdurch werden Atmung und Wasserhaushalt der Parasiten so stark gestört, dass sie nicht mehr überleben können.
Durch den andersartigen Wirkmechanismus bleibt EtoPril auch bei wiederholter Anwendung gleich wirksam, während sich bei Insektiziden eine Unwirksamkeit entwickeln kann.
Zudem ergeben sich auch eine Reihe weiterer Unterschiede gegenüber den bisher angewendeten Insektiziden, wie der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen ist:
| EtoPril | Insektizide | |
|---|---|---|
| Wirkstoffe verlieren nicht an Wirksamkeit, da physikalisch wirkend (1) | • | |
| Wirkstoffe können unwirksam gegen Läuse werden, da chemisch wirkend (2) | • | |
| Wirkstoffe werden auch als Ungeziefergifte im Haushalt und in der Landwirtschaft eingesetzt (3) | • | |
| Wirkstoffe können durch die Haut ins Blut und so ins Nerven- und Fettgewebe sowie in die Leber gelangen (3) | • | |
| Wirkstoffe wirken durch Störung der Nervenfunktionen (3) | • | |
| Wirkstoffe können zu Vergiftungen führen (3) | • | |
| Wirkstoffe sollten im Abstand von 7-9 Tagen nochmals angewendet werden, da bei der 1. Anwendung ggf. nicht alle Nissen abgetötet werden (2) | • | • |
(1) MHRA, Public Assessment Report, Hedrin 4% Cutaneous Solution (dimeticone) PL 00240/0137, 2005
(2) Robert-Koch-Institut, Kopflausbefall (Pediculosis capitis), RKI-Ratgeber Infektionskrankheiten – Merkblätter für Ärzte, 2007
(3) Fromme, H, Umweltmedizinische Hintergrundinformationen zu Pyrethoiden, Bayrisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, 2005